Weiterbildung für praktizierende Biodynamiker III
Der Mensch als Mikrokosmos
12.11.2010 – Nicolaihof, Nikolaigasse 3, A-3512 Mautern/Wachau13.11.2010 – Lebensgemeinschaft Wurzerhof, Schiefling, St. Veit an der Glan
Menschenkundliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft
Menschenkundliche Themen sind in landwirtschaftsbezogenen Fachveranstaltungen unterrepräsentiert. Sie werden meist im Zusammenhang mit dem Sozialen erörtert. Der Mensch steht aber noch in ganz anderen Verbindungen in seinem Hof. Mit dieser Veranstaltung
- soll die Einsicht gefördert werden, dass der „Mensch“ als Zentrum des landwirtschaftlichen Organismus von vielen Perspektiven aus betrachtet werden muss,
- soll der Mensch in seinen umfänglichen Beziehungen zu Boden, Pflanze, Tier, Mensch und Gesamtschöpfung betrachtet werden. Es soll die Dringlichkeit einer solchen Befassung klar gemacht werden.
Der Mensch braucht zum Verständnis der Schöpfung zuerst ein Verständnis von sich selbst. Der verantwortungsvolle Landwirt versucht sich immer umfassender mit seinen Aufgaben an Erde, Pflanze, Tier und Hofgemeinschaft zu verbinden. Ein vertiefendes Verständnis der menschlichen leiblichen Organe, wie sie die Geisteswissenschaft vermittelt, kann dabei eine wesentliche Hilfe sein.
Dr. Mario Mayrhoffer arbeitet als Allgemeinmediziner und anthroposophischer Arzt mit Schwerpunkt Onkologie, Misteltherapie in Klagenfurt. Er leitet die Carus-Akademie Klagenfurt.
C. G. Carus Akademie Klagenfurt, Akademie zur Erweiterung der Heilkunst,www.carus-akademie.at.
Formen der Pflanzenzucht
10.12.2010 – Bildungshaus Puchberg, 4600 Wels, Puchberg 111.12.2010 – Waldorfschule Graz, St. Peter Hauptstrasse 182
Pflanzenzucht auf Basis der Gentechnik und im bio-dynamischen Landbau – ein Vergleich
Es gibt eine Fülle von Informationen über gängige Methoden der Pflanzenzucht. Trotzdem fehlt oft ein Grundwissen darüber, welche Folgen einzelne Methoden hervorbringen.
Diese Veranstaltung soll uns das Wesen der bio-dynamischen und der gentechnischen Pflanzenzucht näher bringen.
Vertiefend sollen die Folgen der beiden Methoden aufgezeigt und diskutiert werden.
Entscheidungen darüber, ob es besser ist, hofeigenes oder gentechnisch verändertes Saatgut zu verwenden, sind erst auf Basis der Kenntnis der Folgen beider Methoden möglich.
Diese Veranstaltung soll vor allem den Bauern und Bäuerinnen helfen, ihre Verantwortung für Saatgut zu erkennen.
Dr. Michael Haring, 1961, Biologiestudium an der Freien Universität Amsterdam arbeitet über die Molekular-Genetik von Pflanzen. Er ist Dozent für Phytopathologie an der Universität von Amsterdam und seit 1994 Berater für biologische und bio-dynamische Landwirtschaft zum Thema Gentechnik und Züchtungsmethoden.
Tierzucht in der bio-dynamischen Landwirtschaft
14.1.2011 – Landwirtschaftliche Fachschule, 2372 Gießhübl, Amstetten15.1.2011 – Lebensgemeinschaft Wurzerhof, Schiefling, St. Veit an der Glan
Die Tierzucht in der bio-dynamischen Landwirtschaft arbeitet weitgehend auf der gleichen Basis und mit ähnlichen Methoden wie diejenige im konventionellen Landbau. Dabei bieten die tierwesenskundlichen Hinweise in den Werken Rudolf Steiners eine ideale Plattform für die dringend notwendige Umorientierung in dieser zentralen Zukunfts-Frage für unsere Höfe. Brauchen wir immer frühreifere Rinder? Wie gehen wir vor, damit unsere Kühe statt der üblichen zwei bis drei Kälber mindestens acht Nachkommen bekommen? Warum ist die Höhe der Erstlaktation so unwichtig, die Steigerung in den Folgelaktationen aber umso bedeutsamer? Milchleistung aus dem Grundfutter schlägt auch ökonomisch die artwidrig erzeugte Kraftfutter-Milch. Wie möchten Schwein, Schaf und Ziege gezüchtet werden, um gesund und fruchtbar hohe Lebensleistungen erbringen zu können? Nicht die Neuorientierung der Tierzucht ist ruinös, sondern das Weiter-so-wie-bisher.
Dr. ing. agr. Jörg Spranger, Landwirt, Tierarzt; Homöopathie und Anthroposophische Tiermedizin, Bestandessanierung; langjähriger Leiter für Tiergesundheit am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und des Instituts für anthroposophische Veterinärmedizin (iavet). Umfangreiche Praxis-, Forschungs-, Lehr- und Publikationstätigkeit.
Die Pflanze in ihrer Bedeutung für den Menschen
11.2.2011 – Weingut Moser – 3495 Rohrendorf, Untere Wiener Straße 112.2.2011 – Waldorfschule Graz, St. Peter Hauptstrasse 182
Ein Exkurs über Pflanzen als Heilmittel und Nahrungsmittel
Pflanzenkunde ist die Grundlage eines erfolgreichen bäuerlichen Handelns. Die Bedeutung der Pflanzen wurde in den letzten Jahrzehnten auf den rein ökonomischen Nutzen reduziert. Mit dieser Veranstaltung soll ihre Bedeutung für den Menschen und seine physische, seelische und geistige Entwicklung hervorgehoben werden. Die Biodynamik auf Grundlage der Anthroposophie schafft durch grundlegende Erkenntnisse über die Dreigliederung des menschlichen Organismus, über die viergliedrige Gesamtwesenheit des Menschen mit ihrem Zusammenhang mit den Elementen des Festen, Wässrigen, Luftförmigen, der Wärme und den Bezügen zu den Heil- und Nahrungsqualitäten der Naturstoffe völlig neue Therapiemöglichkeiten.
Dr. Johannes Zwiauer ist promovierter Chemiker und war über viele Jahrzehnte pharmazeutischer Herstellungsleiter von Weleda Österreich.
Diese vier Weiterbildungsveranstaltungen werden künstlerisch von Frau Sylvia Heinzl gestaltet und von Frau Mag. Waltraud Neuper geleitet.
Bildungsfolder 2010/2011 (demnächst Online!)
Anmeldung:
Demeter-Bund 01 879 47 01 info@demeter.at
