Bio-dynamische Praxis und Forschungsarbeit - Einsichten eines Lernenden
29.10.2010 14.15 – 18.00 Universität für Bodenkultur, Wien
DI Matjaz Turinek
Matjaz Turinek wuchs auf einem bio-dynamischen Hof in Slowenien auf. Neugierde und das Verlangen nach einem tieferen Verständnis dieser Methode hat ihn veranlasst nach seinem Studium der Landwirtschaft Seminare und Ausbildungen in Slowenien und Deutschland zu besuchen. So setzte er sich auf dem Dottenfelderhof zum ersten Mal mit bio-dynamischer Forschungsarbeit auseinander. Zurzeit ist er im letzten Jahr seines Doktor-Studiums an der Uni Maribor, wo er sich intensiv mit der Frage der Qualität von bio-dynamischen Erzeugnissen, sowie auch mit Bodenfruchtbarkeit, Umwelt- und ökonomischer Effizienz von verschiedenen Anbau- Systemen befasst.
Inhalt:
Wie kann es uns gelingen, den Bogen zu spannen zwischen Forschung und täglicher Praxis? Hat es überhaupt Sinn in der Biodynamik Forschung zu betreiben? In diesem Vortrag werden wir versuchen uns ein Bild zu machen, über die Bedeutung von Forschung und Selbst-Lehre für die Entwicklung von Landwirtschaft und Mensch. Dabei soll auf die Bezogenheit von bio-dynamischer Landwirtschaft und Mensch eingegangen werden.
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Grundlagen, Herstellung und Anwendung der Kompostpräparate
26.11.2010 14.15 – 18.00 Universität für Bodenkultur, Wien
DI Erdmut Hoerner
DI Erdmut Hoerner: Erdmut Hoerner wurde 1942 in Heilbronn am Neckar geboren, studierte in Tübingen Biologie, Genetik und Geologie und war nach seinem Diplom wissenschaftlicher Mitarbeiter am ökologischen Labor der Technischen Universität München. Schwerpunkte seiner internationalen Lehrtätigkeit sind Geologie, Biologie und seit Tschernobyl das Erarbeiten eines goetheanischen Verständnisses der bio-dynamischen Landwirtschaft und ihrer Präparate
Inhalt:
Der Vortragende wird aus dem Bereich der Geologie, der Biologie und des goetheanischen Verständnisses von Natur Einsichten in Herstellung, Anwendung und Wirkung der Kompostpräparate geben. Dabei geht es nicht um analytische Faktoren, sondern um ein ganzheitliches Verstehen. Im Vortrag wird die Bedeutung der Präparateanwendung für die Entwicklung des Bodens, der Pflanzen, der Tiere und letztlich des Menschen angesprochen.
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Soziale und kulturelle Potenziale der anthroposophischen Praxis
17.12.2010 14.15 – 18.00 Universität für Bodenkultur, Wien
Dr. Andrej Fištravec
Dr. Andrej Fištravec: Doktor der Soziologie. Engagiert in der Einführung der Waldorfpädagogik und Biodynamik in Slowenien. Bis 2008 Dozent an der Abteilung für Soziologie an der Philosophischen Fakultät in Maribor. Jetzt als »Senior Advisor« des Instituts für Ausbildung tätig und Leitung von Forschungsprojekten am Institut für Entwicklung der sozialen Verantwortung.
Inhalt:
Der Autor wird in seinem Vortrag einige grundlegende anthroposophische soziale Praktiken vorstellen, wie sie von Dr. Rudolf Steiner entwickelt wurden. Besonders hervorgehoben werden die grundlegenden Eigenschaften der bio-dynamischen Landwirtschaft, der Waldorfpädagogik und das anthroposophische Konzept der Gesellschaft als dreigegliederter sozialer Organismus. Der Autor wird in seinem Beitrag über die Bedeutung der Entwicklung der menschlichen Individualität und des menschlichen "Ich" nach dem Mysterium von Golgotha sprechen und Bezug nehmen auf die Entwicklung der gegenwärtigen Gesellschaftslegitimität (das Prinzip der Brüderlichkeit, der Gleichheit und der Freiheit). Wie kann das soziale Leben durch Steiners Gedanken zur Biodynamik und zur Dreigliederung des sozialen und ökonomischen Organismus verbessert werden?
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Durchlichtung der Erde
21.1.2011 14.15 – 18.00 Universität für Bodenkultur, Wien
Dr. Markus Osterrieder
Dr. Markus Osterrieder: Studium der Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft in München, Toulouse und Warschau Freier Dozent, Publizist, Vortragstätigkeit in zahlreichen europäischen Ländern, u.a. auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach 2010
Inhalt:
Phänomen Licht in der bio-dynamischen Landwirtschaft-kulturgeschichtliche,natur- und geisteswissenschaftliche Betrachtungen, Ausgehend von der Licht-Lehre, wie sie erstmals von Zarathustra auf dem Boden des alten Iran gelehrt wurde, soll die Bedeutung des Phänomens "Licht" für den bio-dynamischen Landbau eingehend behandelt werden. Denn im Phänomen "Licht" sind nicht nur moralische und soziale Fragen verborgen, welche die Landwirtschaft mit dem gesamten sozialen Organismus verknüpfen, sondern es schließt naturwissenschaftliche Probleme mit ein und stellt die Frage nach der Möglichkeit der schrittweisen Verwandlung der Stoffe und Wesen durch bewusste Arbeit an Erde und Mensch. Das bedeutet, dass die »Durchlichtung der Welt«.einer der Grundlagen der bio-dynamischen Landwirtschaft darstellt.
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Die Lehrveranstaltung wird von Frau Mag. Waltraud Neuper geleitet.
Diese Veranstaltung wird auf Basis eines Drittmittellektorates geführt. Das bedeutet, dass Sponsoren für die Finanzierung aufkommen. Wenn Sie dieses Engagement der bio-dynamischen Landwirtschaft in Österreich unterstützen wollen, dann können Sie diese Vorlesung mitfinanzieren. Informationen auf der Homepage des Österreichischen Demeterbundes.
Ort/Anfahrtsplan: Gutenberghaus Seminarraum 01, Feistmantelstraße 4, 1180 Wien
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (von Süden kommend): Meidling/Philadelphiabrücke: U6 (Richtung Floridsdorf) bis Station Währingerstraße/Volksoper dann: Autobus 40A (Richtung Döblinger Friedhof) bis Station Dänenstraße. Danach 3 Minuten Fußweg.
Stadtplan
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorlesungen erhalten Sie im Bildungsfolder 2009/2010. und können Sie in BOKU Online nachlesen.
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Bildungsfolder 2010/2011 (demnächst Online!)
