Biologisch-Dynamischer Weinbau

In der Demeterbewegung wird weltweit seit bereits 80 Jahren von Produzenten und Verarbeitern verschiedenster Lebensmittel der Impuls Rudolf Steiners „zum Gedeihen der Landwirtschaft" weitergetragen, „um einen Dienst an der Erde" zu leisten. Seither wurden daraus Methoden und Inhalte entwickelt, die nicht nur qualitativ hochstehende Produkte ergeben, sondern auch die Umgebung pflegen und den Menschen fördern.
Die österreichischen Demeter-Winzer, als Teil dieser ältesten ersten Biobewegung, sind ebenso bestrebt in ihren Reben alle wertvollen Kräfte zu erarbeiten und den Genießern zu erschließen.Im Boden liegt der Schlüssel zum Ganzen. Er ist der lange Hebel mit dem man das Ganze bewegen kann um die Reben zu fördern, ungünstige Verhältnisse zu verbessern und hochwertigste Trauben zu ernten.
Bio-dynamisch gepflegte Böden werden ausschließlich mit natürlichen Komposten versorgt. Mistdünger von Rindern, Schafen oder Pferden sorgt für ein aktives Bodenleben. Regenwürmer, Mikroben und Bakterien können daraus stabile Humusverbindungen aufbauen.
Die hohe Biodiversität der Begrünung mit Kultur- und Wildpflanzen bereichert das Bodenleben zusätzlich, es ist die Basis für ein lebendiges Biotop mit vielen Nützlingen.
"Die Rehe besitzt eine einzigartige Fähigkeit: All die Kräfte, die bei anderen Pflanzen nur für den jungen Keim aufgespart werden, in den Samen strömen und nicht in das Übrige der Pflanze, ergießen sich bei der Rebe auch in das Fruchtfleisch hinein, und werden dem Menschen verfügbar."        Rudolf Steiner, 1913
Der Wein wiederspiegelt wie nur wenige andere landwirtschaftliche Erzeugnisse ganz deutlich den Unterschied zwischen sorgsamen qualitätsfördernden Weinbau und industriellem ertragsoptimierenden Erzeugungsmethoden. Die biodynamischen Praktiken zielen darauf ab, die Rebe zu stärken. Dadurch kommt noch mehr Eigenständigkeit aus Boden, Rebpflanze, Jahrgang und Winzer hervor, sie bilden ein Ganzes.
Die vielfältigen Biodynamischen Präparate sind eine sehr spezielle Methode um die Pflanzen- und Naturkräfte einzusetzen: Wie die sechs Kompost-Präparate, welche zur besseren Umsetzung dem organischen Material (Mist, Laub-, Strauchschnitt) in kleinen Mengen zugesetzt werden.
Die Feld-Präparate (Horn-Mist-, Fladenpräparat) werden mit Wasser verrührt - „dynamisiert" - und auf den Boden ausgebracht, um die Bodenprozesse anzuregen oder auf das Laub (Hornkiesel) gespritzt, um Licht- und Reife-Impulse zu geben.
Es wirken ähnlich wie bei der Homöopathie weniger die Mengen, als die Information und die Qualität der Präparate. Die sorgfältige Erstellung und Herkunft ist daher von großer Bedeutung.
Die erforderlichen Pflanzen werden zeitgerecht regional von den Demeterbauern gesammelt und getrocknet.
Es ist viel Arbeit und Erfahrung nötig, die ganze Vielfalt der Präparate herzustellen, durch die Zusammenarbeit der Menschen der regionalen Demeter-Höfe wird das in Jahrzehnten erarbeitete Fachwissen weiterentwickelt und weitergegeben. Es ist ein ganz wesentlicher Hintergund, dass sich die einzelnen Winzer selber aktiv in diese Herstellung einbringen.
Pflanzenextrakte, Tees und Nosoden bestimmen im Wesentlichen den Pflanzenschutz auf den Demeter-Höfen. Ackerschachtelhalm- und Brennesseltee besipielsweise schützen die Pflanzen vor Pilzbefall und können den Einsatz von biologischen Pflanzenschutz­mittel noch mehr reduzieren.
Die Kellerarbeit ist eine ständige Weiterentwicklung, individuell wie jeder einzelne Demeterhof, weniger ist mehr. Die österreichischen Richtlinien von 2006 sind aber der Rahmen.

 

 

Presseaussendung Demeter International-Neue Weinrichtlinien 2008

 Nicolas Joly erstmals in Österreich!

 Pressetext-Reiner Wein

 Pressemitteilung-Demeter Wein Jahrgang 2008 BRD